Dübbert & Partner DAS NETZWERK, Versicherungsprüfung, Anlageprüfung, leistungsorientierte und beitragsoptimierte Tarife, das Auswerten des "Kleingedruckten" durch Fachmakler (biometrische Risiken), Fachanwälte (Bank- und Kapitalmarktrecht), gerichtlich zugelassene Rentenberater.

>Zum Datenschutz finden Sie die Ausführungen hier unter diesem Link<

Beiträge

Drucken

Brauchen wir immer einen Arzt?

Geschrieben von awesome am . Veröffentlicht in Krankenversicherung

Bewertung:  / 4
SchwachSuper 

Es irritiert schon nachhaltig, wenn einerseits Politik und Krankenkassenverbände mehr Qualität in der ambulanten und stationären Krankenversorgung fordern, andererseits der Arzt in der medizinischen Behandlung für entbehrlich gehalten wird. Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass die Behandlungsqualität durch Substitution auf Hilfsberufe gesteigert wird?

Die Bürger Initiative Gesundheit e.V. muss erneut feststellen

dass auch auf dieser Plattform in Berlin Scheindiskussionen geführt wurden. Die Probleme bei der flächendeckenden ambulanten Versorgung haben ihre Ursache ja nicht in einer unzureichenden Delegation und Substitution medizinischer Leistungen, sondern in einer seit vielen Jahren verfehlten Gesundheitspolitik, die zu unzumutbaren Arbeitsbedingungen im ambulanten wie auch stationären Sektor geführt hat und sowohl Ärzte als auch Pflegekräfte schonungslos ausbeutet! Eine überbordende Bürokratie bindet nicht nur zahlreiche Ressourcen in allen medizinischen Sektoren, sie verschlingt auch riesige Finanzmittel, die der Patientenversorgung entzogen werden.

Vielleicht gelingt es ja dem IKK-Verband bei seiner - sicher geplanten - 12. Plattform Gesundheit im nächsten Jahr darüber zu diskutieren, in welcher Größenordnung Finanzmittel für die unmittelbare Patientenversorgung freigesetzt würden, wenn man 5 0% der Planstellen im Bundesgesundheitsministerium, bei dem Spitzenverband und den Landesverbänden der Krankenkassen, dem G-BA, den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung und sonstigen Institutionen wie IQWIG, InEK, DIMDI, AQUA-Institut, Bundesversicherungsamt mit Gesundheits-Fonds  usw. streichen würde.

Die so eingesparten Gelder, die ja alle direkt oder indirekt vom Beitragszahler aufgebracht werden, würden nicht nur zu einer deutlichen Personalmehrung im ärztlichen und pflegerischen Bereich führen, sondern auch eine Senkung der Krankenkassenbeiträge ermöglichen.

Unrealistischer Vorschlag?

Nun, wie sagte doch Dr. Roy Kühne, Berichterstatter für Heil- und Hilfsmittel und nicht ärztliche Gesundheitsberufe der CDU/CSU-Fraktion auf dieser Veranstaltung: "Wir brauchen einen schrankenfreien Dialog und den Mut, auch Beliebtes und Lang bewährtes zu hinterfragen". Eben!

Dr. med. Helmut Müller Mitglied im Vorstand der Bürger Initiative Gesundheit e.V.